Projekte 2009/2010

Im Jahr 2009 wurden insgesamt 12 Einzelprojekte gefördert, 2010 sind es 12 aus den regulären Mitteln, sowie zwei weitere durch Zusatzmittel. Hier erhalten Sie einen Einblick in die jeweiligen Projektausrichtungen und finden die entsprechenden AnsprechpartnerInnen.

2009

1. KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR DEN LAP FÜRSTENWALDE
2. AKTIONSFONDS
3. TREFF DER KULTUREN
4. VOM IDEENCAFÉ ZUM BÜRGER/INNENPROJEKT
5. WALDCAMP FÜR TOLERANZ UND FRIEDLICHES MITEINANDER
6. WELTREISE DER KERAMIK
7. INTERNETPLATTFORM GEGEN RECHTS
8. SEHNSUCHT NACH FRIEDEN
9. DEMOKRATIE UND VIELFALT IN KITA UND HORT ERLEBEN
10. MIGRATION UND INTEGRATION IN DER GESCHICHTE VON FÜRSTENWALDE
11. ÄNGSTE UND TRÄUME

1. KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR DEN LAP FÜRSTENWALDE

Wie schon in den Jahren 2007 und 2008 ist die lokale Koordinierungsstelle zentraler Ansprechpartner für den Arbeitsverbund des Lokalen Aktionsplanes. Sie verantwortet den Kommunikationstransfer innerhalb der Verwaltung und schafft Transparenz über den Informationsfluss.

Zu den vorrangigen Aufgaben gehören die Steuerung der Implementierung und der Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes, die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des lokalen Aktionsplanes, die Beratung der Projektträger, die Begleitung der Arbeit des lokalen Begleitausschusses, die Abrechnung der Mittel, die Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Programms und des Lokalen Aktionsplanes, die Gewährleistung der Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung des Programms, die datenmäßige Erfassung der Projektdaten und -ergebnisse sowie deren Dokumentation, die die Abschlussdokumentation beinhaltet.

Laufzeit: 01.01.2009 - 31.12.2009

Ansprechpartner
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May", Berlin
Frau Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail:vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de

2. AKTIONSFONDS

Durch den Aktionsfonds werden kleinere Maßnahmen gefördert, u.a. durch Jugendgruppen oder Bürgerinitiativen ohne Rechtsform. Sie können bis zu 500,- € beantragen. Die auf die Umsetzung des Aktionsfonds formulierten Ziele basieren auf dem Lokalen Aktionsplan. Die Koordinierungsstelle unterstützt die Antragsteller ideell. Ziel ist es Öffentlichkeitswirksame Aktionen zu fördern, flexibel auf akute bzw. aktuelle Situationen reagieren zu können und eine Entbürokratisierung für kleinere Vereine. 2008 wurden bereits einige Projekte über den Aktionsfonds gefördert, so z.B. das Vietnamesische Kinder- und Familienfest, welches am 14. September 2008 vor der Kulturfabrik stattfand und zahlreich von Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde oder auch die, im Vorfeld der Kommunalwahlen stattgefundene „Kommunaljugendwahl“, an welcher mehr als 500 SchülerInnen teilnahmen. Aller Voraussicht nach, wird es auch 2009 wieder den Aktionsfonds geben.Träger des Gesamtprojektes „Aktionsfonds“ ist die Stiftung SPI, die Beratung findet jedoch über die Lokale Koordinierungsstelle „Vielfalt tut gut“ statt.

Projektlaufzeit: 01.01.2009 – 31.12.2009

Ansprechpartner
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May"
Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail: vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de,

3. TREFF DER KULTUREN

In der Kulturfabrik wurde 2008 ein "Treff der Kulturen" eingerichtet, dessen vorrangige Aufgabenstellung die Unterstützung der sozialen Integration von MigrantInnen aus der Region ist. Ihnen soll ein Rahmen geboten werden, in welchem ein Austausch auf mehreren Ebenen möglich ist. Neben den alltäglichen Gedanken und Problemen können hier auch Erfahrungen und Infomationen zu Fragen der sozialen Integration aufgeworfen und diskutiert werden. Des Weiteren werden Maßnahmen ergriffen, die zum Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten beitragen. Leitziel des Projektes ist es, MigrantInnen zu befähigen, die Arbeit des Treffs der Kulturen konzeptionell und organisatorisch weitestgehend eigenständig und eigenverantwortlich leisten zu können. 2008 konnten, nach einer komplizierten Anlaufphase, bereits erste Vorraussetzungen für einen nachhaltigen Bestand des Vorhabens geschaffen werden. Kern des Projektes sind die regelmäßigen monatlichen Treffen von interessierten MigrantInnen. Hier findet einerseits ein Austausch statt andererseits werden auch kleinere "Aktionen", wie beispielsweise gemeinsames Basteln, durchgeführt.Die Initiative bzw. die Ideen hierzu, kommen von den Besuchern selbst.
Darüber hinaus bilden kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Film- vorführungen sowie informative Vorträge weitere Projektsäulen. Und auch der Englischstammtisch erfreut sich eines großen Interesses. Da bei vielen BesucherInnen des Treffs Defizite bezüglich der deutschen Sprache zu erkennen sind, soll die Umsetzung eines niedrig schwelligen Sprachlehrangebotes innerhalb des Projektes, angestrebt werden. Das Angebot, bei kleinen Schwierigkeiten des täglichen Lebens (im fremden Land) zu unterstützen, besteht fortlaufend.

Projektlaufzeit: 01.01.2009 – 31.12.2009

Ansprechpartner
Kulturfabrik gGmbH
Frau Skrandies, Frau Rafai
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 2218
Mail:kulturfabrik-fw@web.de
Homepage: kulturfabrik-fuerstenwalde.de

4. VOM IDEENCAFÉ ZUM BÜRGER/INNENPROJEKT

Anschließend an die Arbeit aus dem vergangenen Jahr unterstützt das Projekt die Aktiven in den OT durch strukturierte Moderation, durch die Anwendung kreativer Großgruppenmethoden und in der Begleitung bei Gruppenprozessen. Weiterhin bestärkt es bürgerschaftliches Engagements durch Bereitstellung von koordinierenden und begleitenden Ressourcen während der Realisierung von BürgerInnenprojekten nach den Gruppenprozessen wie dem IdeenCafe oder ähnlichen Veranstaltungen.
Die bereits angeschobenen Projekte sollen in die Hände der BürgerInnen übergeben und durch Ausstausch und Vernetzung weitere selbsttragende Strukturen erarbeitet werden. Im Vordergrund steht dabei Demokratie erlebbar zu machen und mit Förderung des bürgerschaftlichen Engagements rechtsextremistischem Gedankengut den Boden zu entziehen. In diesem Zusammenhang soll auch der Dialog zwischen Alt und Jung befördert werden.

Projektlaufzeit: 01.01.2009 – 31.12.2009

Ansprechpartner
Domplatz 4
Superintendent Frank Schürer-Behrmann
15517 Fürstenwalde
Telefon: 033 61 - 59 18 10
Mail: superintendentur@ekkfs.de
Homepage: www.ekkfs.de

5. WALDCAMP FÜR TOLERANZ UND FRIEDLICHES MITEINANDER

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Kollektivgeistes unter den Teilnehmern, unabhängig von Herkunft und Sprache. Den Teilnehmern werden naturnahe Erlebnisse, sportliche Betätigung sowie kreatives Ausprobieren ermöglicht. Die Ziele werden erreicht durch Spielwettkämpfe, mittels eines Sinnesparcours, eines Töpferkurses, Karateübungen, Märchen- und Musikabende sowie einem Geländespiel mit Schatztruhensuche. Durch die Altersspanne der Kinder und Jugendlichen von 6 bis 16 Jahren sowie deren Herkunft aus dem Amt Odervorland und der polnischen Partnergemeinde bzw. durch Teilnehmer einer Integrationskindertagesstätte und zwei Kinderheimen müssen Regeln für ein gemeinsames Zusammenleben während der Aktion gefunden werden, die dem Gedanken der Demokratie und Toleranz verpflichtet sind. Es wird angestrebt aus jedem Altersbereich, aus beiden Ländern Teilnehmer zu finden, die einem gemeinsamen Lagerrat angehören. Das Zusammenleben auf engstem Raum in Zelten im Wald erfordert von allen Beteiligten erhöhte Disziplin und Achtsamkeit, die der Übung bedarf. Durch die Kostenfreiheit für die Teilnehmer wird ein gleichberechtigter Zugang von Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten ermöglicht.

Projektlaufzeit: 06.04. – 01.10.2009

Ansprechpartner
SV Blau Weiss -Karate - e.V.
Herr Dr. Detlef Gasche
Bahnhofstraße 9
15236 Jacobsdorf/Mark
Telefon: (033608) 283
spinnex@gmx.de

6. WELTREISE DER KERAMIK

Die „Weltreise der Keramik“ ist eine interkulturelle Zeitreise. Die TeilnehmerInnen werden kindgerecht an Geschichte, Tradition, Lebensweise und Gegenwart der einzelnen Reisestationen herangeführt und erleben anschließend Keramik als Weltkultur mit allen Sinnen. Sie sind selbst Töpfer und stellen ihre Kunstwerke authentisch her. Dies kann ihnen zeigen, dass sie in der Lage sind, kreativ schöpferisch tätig zu sein und Dinge mit ihren eigenen Händen zu (er) schaffen. Die Welt und Zeitreise beginnt vor 5000 Jahren in Fürstenwalde und führt nach Südamerika, Westafrika, China und Persien. Ganz bewusst wurden hier völlig unterschiedliche Kulturen ausgewählt, um den TeilnehmerInnen die Vielfalt und die Besonderheiten einer jeden aufzuzeigen. In 5 Veranstaltungen lernen sie jeweils eine Station der Weltkultur-Keramikreise kennen und fertigen ein Töpferstück. Durchführungsort: in Kitas, Schulen, Horten, Jugendclubs des Amtes Odervorland und dem Hort Heinersdorf.

Projektlaufzeit: 01.06. – 31.12.2009

Ansprechpartner
CTA-Kulturverein Nord e.V.
Hr. Ralf Ullrich
Trebuser Str. 55
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 344130
Mail: info@kulturverein-nord.de
Homepage: www.kulturverein-nord.de

7. INTERNETPLATTFORM GEGEN RECHTS

Der Bedarf einer virtuellen Plattform zur benannten Thematik wurde in der Vergangenheit immer wieder eingefordert. Eine solche Website dient zum Einen der Informationsgewinnung für jene BürgerInnen, die sich über die aktuelle Situation, speziell auch hier vor Ort/in der Region, informieren möchten. V.a. junge Menschen, deren Engagement für unsere Arbeit so wichtig ist, werden über ein Medium angesprochen, mit welchem sie sich tagtäglich auseinandersetzen. Dies bietet die Möglichkeit sie besser zu erreichen u. für das Thema zu sensibilisieren. Zum Anderen wäre die Plattform ein enormer Zugewinn für die virtuelle Vernetzung zwischen Projekten, Organisationen u. Bürgergruppen, sodass ein kontinuierlicher Austausch, aktuelle Informationsverbreitung/-verarbeitung sowie die Pflege und der Aufbau neuer Kontakte gewährleistet werden kann.
Wichtig bei der Erstellung einer Homepage ist insbesondere die langfristige Handhabbarkeit der Seite - auch für Laien. D.h., diese Seite muss so professionell erstellt sein, dass im Anschluss die Pflege der Website auch Software-Laien ermöglicht wird. Darüber hinaus ist natürlich die inhaltliche Gestaltung von großer Beutung. Diese soll im Rahmen entsprechender Veranstaltungen herausgearbeitet werden, denn es ist der Anspruch, dass die Website mehr, als nur eine "Verlinkungszentrale" wird u. dies benötigt eine umfangreiche Recherchearbeit. Der Bürger, der diese Seite öffnet, muss von der Handhabbarkeit und von der inhaltlichen Struktur leicht auf die Themen zugreifen können, die ihm wichtig sind. Insoweit ist diese Seite auch als eine Art Archiv zum Thema angedacht.

Ansprechpartner
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Herr Rainer Killisch
Geschwister-Scholl-Str. 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 710927
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

8. SEHNSUCHT NACH FRIEDEN

Am 13.09.2009 findet in Fürstenwalde zum Thema Fremde Kulturen - Toleranz und Integration das 10. Friedensfest rund um den Dom und die Kulturfabrik statt. Diesem Anlass entsprechend soll für die BesucherInnen das Stück "Wir treffen uns im Paradies" des "Theatre Fragile“, auf einer Bühne an der Kulturfabrik aufgeführt werden. Dieses Theater ist ein visuelles Gedicht über diejenigen, die ihre Heimat verlassen und in der unbekannten Fremde ankommen – eine Thematik also, die insbesondere für Fürstenwalde, mit einem hohen Migrationsanteil, ein Stück Alltag widerspiegelt. Ziel der Aufführung ist es, die Menschen für das Thema "Migration" und die damit verbundenen Belastungen, Ängste, Sorgen und Hoffnungen zu sensibilisieren und so MigrantInnen mit alt Eingesessenen ins Gespräch zu bringen. Da "Fragil" ein aktives Theater ist, wird das Publikum in einzelne Handlungen mit einbezogen.

Ansprechpartner
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Herr Rainer Killisch
Geschwister-Scholl-Str. 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 710927
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

9. DEMOKRATIE UND VIELFALT IN KITA UND HORT ERLEBEN

Das Projekt begann im letzten Jahr damit, dass die RAA Ansätze und Methoden sowie praktische Erfahrungen aus Kitas anderer Regionen vorstellte, die zur Auseinandersetzung mit den Themenbereichen Demokratie und Vielfalt geeignet sind. Anschließend fanden in den Einrichtungen sowohl Beratungsangebote als auch Fortbildungen statt. Die Erfahrung zeigt, dass es eine generelle Bereitschaft gibt, sich Themen wie Demokratieentwicklung, Elternpartizipation und dem Umgang mit Vielfalt zu widmen, dass jedoch die personalen und zeitlichen Ressourcen dafür nur begrenzt zur Verfügung stehen. In diesem Projektzeitraum (2009) sollen die Kitas/ Horte, die die Themen im letzten Jahr aufgegriffen haben, weiter arbeiten können und neue Kitas mit ihrem aktuellen Bedarf in das Projekt einbezogen werden.
Von der Projektstruktur her ist es angedacht, diesmal mit einem höheren Anteil von Beratung u. Begleitung tätig zu werden, umso die Umsetzung der methodischen Ansätze in die Praxis qualifiziert zu begleiten. Bei den schon in das Projekt einbezogenen Einrichtungen wird der Focus insbesondere auf die schrittweise Umsetzung des Ansatzes sowie die Reflexion der bisherigen Arbeit und Erfahrungen gelegt werden. Es ist im Hinblick auf Weiterentwicklung in diesem Jahr vorgesehen, dass während des für alle Einrichtungen stattfindenden Fachgespräches ErzieherInnen und LeiterInnen aus den bisher beteiligten Einrichtungen, ihre Erfahrungen darstellen und dadurch quasi als Multiplikatoren für die Region wirksam werden.

Projektlaufzeit: 01.08. – 31.12.2009

Ansprechpartner
Demokratie und Integration Brandenburg e.V. RAA
Niederlassung Frankfurt/ Oder
Frau Angela Fleischer- Wetzel
Wieckestraße 1a
15230 Frankfurt/ Oder
Mail: a.fleischer.wetzel@raa-brandenburg.de
Homepage: www.raa-brandenburg.de

10. MIGRATION UND INTEGRATION IN DER GESCHICHTE VON FÜRSTENWALDE

Im Zuge des ersten Projektabschnitts wurde eine breite Palette zum Thema "Migration und Integration" angeschnitten. Bei der Erarbeitung der Ausstellungstafeln wurde jedoch sehr schnell deutlich, dass die Themenbereiche „Kolonialisierung im 18. Jahrhundert“ und „Migration und Integration nach 1945“ auf besonderes Interesse stießen und intensiver bearbeitet werden sollten. Sie bilden daher den inhaltlichen Schwerpunkt für 2009.
Die SchülerInnen wollen dabei nicht nur die theoretischen, historischen Fakten aus Geschichtsbüchern berücksichtigen, sondern ganz konkret in ihrer eigenen Familiengeschichte forschen bzw. damit ihre eigene Herkunftsgeschichte aufarbeiten. „Produkt“ dieses zweiten Projektabschnitts soll eine aufgearbeitete, altersgerechte Broschüre zu den Schwerpunktthemen, in einer Auflage von ca. 2.000 Exemplaren sein, die für die Arbeit an Schulen, in Jugendprojekten und innerhalb der museumspädagogischen Arbeit genutzt werden kann.

Projektlaufzeit: 10.09. – 31.12.2009

Ansprechpartner
Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH
Hr. Dr. Oehler
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: 03361- 2288
Mail: kulturfabrik-fw@web.de
Homepage: www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

11. ÄNGSTE UND TRÄUME

Sebastian Krumbiegel (Sänger bei „Den Prinzen“) und Kristof Hahn lesen aus dem Buch »Hoffnung säen« und spielen dazu Songs aus »Geradeaus abgebogen«, dem aktuellen Soloalbum von Sebastian Krumbiegel sowie ausgewählte Cover-Versionen geschätzter Musiker von Rio Reiser bis Udo Lindenberg.
Sebastian Krumbiegel setzt sich ein für eine Zivilgesellschaft, die tolerant und weltoffen sein soll. Im Buch »Hoffnung säen« versammelt er Lebensgeschichten von Flüchtlingen aus Afghanistan, dem Iran, Irak, Serbien oder Syrien. Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt in Deutschland leben, erzählen über ihre Heimat, ihre Erfahrungen in Deutschland, ihre Ängste und die Anstrengungen, in der fremden Umgebung zu bestehen. Sie sprechen über ihre Träume und die Hoffnung, für sich und ihre Kinder Sicherheit, Bildung und Zukunftsperspektiven zu finden. Ihre Sichtweisen beeindrucken durch ihre Klarheit und Offenheit.
Dieses Programm soll die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration; Lebensweisen von Flüchtlingen verfolgen.Hierbei soll der Besucher sensibilisiert werden für die Lebenssituation von Menschen mit Migrationshintergrund. Die erzählten Biographien der Protagonisten sind authentisch und treffen exemplarisch auf viele Migranten in unserem Land zu, damit auch in unserer Stadt (z.B. Jugendliche aus dem ALREJU). Im Zentrum stehen literarische Beiträge über Biographien und Lebenswege von Flüchtlingen aus dem Iran, Irak u.a..Diese rütteln wach und brechen Stereotypen "des Asylanten" auf. Der musikalische Rahmen verleiht diesem Anliegen besonderen Ausdruck. Der Bekanntheitsgrad der Künstler multipliziert das Thema und kann/soll eine breite Öffentlichkeit erreichen.

Projektlaufzeit: 01.10. – 30.11.2009

Ansprechpartner
Evangelische Jugend Fürstenwalde- Strausberg
Hr. Christoph Ritter
Fr.- Engels- Str. 23
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 375072
Mail: christoph.ritter@ekkfs.de

Homepage: www.ekkfs.de

12. MUT IM BAUCH

„Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen“ sagte
einst die italienische Schriftstellerin Franca Magnani.
Aber wie kann Zivilcourage, also das Eintreten für seine Überzeugungen und für die Rechte der
Anderen gefördert werden? Mit dieser Frage setzten sich Jugendliche, die im Verein „Jugend gegen
Gewalt“ aktiv sind, umfangreich auseinander und forderten so gleichzeitig ihre Mitmenschen dazu auf,
mehr Zivilcourage zu zeigen. Im Vordergrund standen zuerst einmal die inhaltliche Arbeit am Thema,
Recherchen und Diskussionen. Letztendliches Produkt sind zwei von den Jugendlichen selbst
konzipierte und gedrehte Kurzfilme, welcher eindrucksvoll die Bedeutung von Zivilcourage aufzeigen.
Durch die breite Kommunikation in die Öffentlichkeit, erreicht die Botschaft „Hinsehen statt weggucken!
“ eine Vielzahl von Menschen. Die Filme erhalten Sie über die unten angegebenen Kontaktdaten.

Projektlaufzeit: 01.12.2009 - 31.12.2009

Ansprechpartner
Herr Wilfried Bremer
Verein "Jugend gegen Gewalt e.V."
Goetheplatz 15a
15517 Fürstenwalde
Tel.: (03361)7767920
Mail: w.bremer@rahnen-schulen.de

Homepage: http://cms.rahndittrich.de/Jugend-gegen-Gewalt.574.0.html

2010

1. KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR DEN LAP FÜRSTENWALDE
2. AKTIONSFONDS
3. VON INITIATIVEN ZUR BREITENWIRKUNG - AKTIVE VERNETZUNG IN UND ZWISCHEN ORTSTEILEN
4. INTERKULTURELLE BILDUNG, SPRACH- UND LESEFÖRDERUNG FÜR KINDER IM GRUNDSCHULALTER
5. KITA-ELTERN-KINDER- DEMOKRATIE GEMEINSAM ERLEBEN!
6. WELTREISE DER KERAMIK TEIL II
7. ACHT.ACHT - EINE AUSEINANDERSETZUNG
8. LA PENA CULTURA
9. LIEDER FÜR DAS LEBEN- LIEDER GEGEN DAS VERGESSEN
10. WALDCAMP FÜR EIN FRIEDLICHES MITEINANDER
11. ZUSATZQUALIFIKATION ZUM THEMA TOLERANZ, RECHTSEXTREMISMUS, INTERKULTURELLES LERNEN
12. HEIMAT, BITTERSÜSSE HEIMAT
13. D.E.M.U.T.
14. ZUKUNFT ERFINDEN!

1. KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR DEN LAP FÜRSTENWALDE

Wie schon in den vergangenen 2 1/2 Jahren ist die lokale Koordinierungsstelle zentraler Ansprechpartner für den Arbeitsverbund des Lokalen Aktionsplanes. Sie verantwortet den Kommunikationstransfer innerhalb der Verwaltung und schafft Transparenz über den Informationsfluss.

Zu den vorrangigen Aufgaben gehören die Steuerung der Implementierung und der Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes, die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des lokalen Aktionsplanes, die Beratung der Projektträger, die Begleitung der Arbeit des lokalen Begleitausschusses, die Abrechnung der Mittel, die Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Programms und des Lokalen Aktionsplanes, die Gewährleistung der Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung des Programms, die datenmäßige Erfassung der Projektdaten und -ergebnisse sowie deren Dokumentation, die die Abschlussdokumentation beinhaltet.

Laufzeit: 01.01.2010 - 31.12.2010

Ansprechpartner
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May", Berlin
Frau Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail:vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de

2. AKTIONSFONDS

Durch den Aktionsfonds werden kleinere Maßnahmen gefördert, u.a. durch Jugendgruppen oder Bürgerinitiativen ohne Rechtsform. Sie können bis zu 500,- € beantragen. Die auf die Umsetzung des Aktionsfonds formulierten Ziele basieren auf dem Lokalen Aktionsplan. Die Koordinierungsstelle unterstützt die Antragsteller ideell. Ziel ist es Öffentlichkeitswirksame Aktionen zu fördern, flexibel auf akute bzw. aktuelle Situationen reagieren zu können und eine Entbürokratisierung für kleinere Vereine. 2010 wurden bereits wieder einige Projekte über den Aktionsfonds gefördert, so z.B. das Vietnamesische Kinder- und Familienfest, welches am 15. August 2010 auf dem Marktplatz stattfand und zahlreich von Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde oder auch interkulturelle Begegnungsprojekte mit Jugendlichen. .Träger des Gesamtprojektes „Aktionsfonds“ ist die Stiftung SPI, die Beratung findet jedoch über die Lokale Koordinierungsstelle „Vielfalt tut gut“ statt.

Projektlaufzeit: 01.01.2010 – 31.12.2010

Ansprechpartner
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May"
Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail: vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de

4. INTERKULTURELLE BILDUNG, SPRACH- UND LESEFÖRDERUNG FÜR KINDER IM GRUNDSCHULALTER

2009 wurden im Treff der Kulturen in Koop. mit der Stadtbibliothek Beispielprojekte interkult. Bildung erprobt. Aufgrund guter Ergebnisse und hoher Nachfrage sollen diese Projekte weiterentwickelt u. ausgebaut werden. Im Mittelpunkt steht Entwicklung von Sprach-, Lese- u. Medienkompetenzen, also Schlüsselkompetenzen zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Es richtet sich vor allem Kinder im Grundschulbereich mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Um eine Sprache zu erlernen ist es sehr wichtig, dass regelmäßig mit Kindern gesprochen wird bzw. sie selbst viel sprechen. Das Projekt begegnet frühzeitig dem immer aktueller werdenden Thema der mangelnden Sprachkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Elternhäusern. Der Erfolg entsteht durch die kontinuierliche und langfristige Begegnung in Kombination von Erzählen, Zuhören und Weitererzählen.

Projektlaufzeit: 01.01.2010 - 31.12.2010

Ansprechpartner
Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH
Hr. Dr. Oehler
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: 03361- 2288
Mail: kulturfabrik-fw@web.de
Homepage: www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

5. KITA-ELTERN-KINDER- DEMOKRATIE GEMEINSAM ERLEBEN!

Das Projekt richtet sich an Kitas u. Horte. Es soll die Profile der Einrichtungen im Hinblick auf Demokratieentwicklung u. den Umgang mit Vielfalt schärfen. Es soll sichergestellt werden, dass die Kompetenzen u. das Wissen der ErzieherInnen in den pädagogischen Alltag integriert werden. Die Erfahrungen einzelner Einrichtungen sollen an andere Kitas und Horte weitergegeben werden. Ziele des Projektes sind - (1) ErzieherInnen in den Kitas und Horten zu befähigen, für die pädagogische Praxis Kenntnisse über neue Methoden und Verfahren der Beteiligung von Kindern zu vertiefen und umzusetzen. (2) Kitas und Horte sollen sich unter Einbeziehung Aller (ErzieherInnen, Kinder, Eltern) zu Lern- und Lebensräumen entwickeln, in denen ein Klima von Anerkennung, Integration und Zugehörigkeit sowie Selbstbestimmung herrscht. (3) Besonders Einrichtungen im ländlichen Raum soll Vernetzung und Unterstützung ermöglicht werden. (4) Eltern werden als Partner wahrgenommen und von Beginn an einbezogen. Das Projekt setzt an zwei Punkten an: Bisher beteiligte Einrichtungen sollen weiter gestärkt, neue Kitas und Horte in das Projekt einbezogen werden. In vielen Einrichtungen haben Fortbildungen und Beratungen stattge-funden, die die Etablierung von Ansätzen einer demokratischen Beteiligung und der Anerkennung von Vielfalt als Ressource zum Ziel hatten. Die Umsetzung in die Praxis hat begonnen. Sie wird jedoch von alltäglichen Schwierigkeiten (Personalengpässe u.ä.) erschwert und findet in
unterschiedlichem Tempo statt. Um dieser Unterschiedlichkeit Rechung zu tragen, knüpft das Projekt an verschiedenen Ebenen an: Die bisher erreichten Ergebnisse einiger Kitas und Horte sollen verstärkt werden, um die Etablierung der Themen sicherzustellen. Zudem sollen in diesen Einrichtungen die Erfahrungen und Veränderungen reflektiert werden, um im Sinne der Nachhaltigkeit Impulse für weitere Einrichtungen zu geben (Multiplikatoreneffekte). Durch ein im Mai 2010 stattfindendes Fachgespräch sollen diese Impulse unterstützt werden. Wir erreichen die Beteiligung neuer Einrichtungen am Projekt und regen gleichzeitig den fachlichen Austausch untereinander an. Am Ende des Projektzeitraums sollen die Ergebnisse auf einer Veranstaltung präsentiert werden. Wir streben an, ein Forum zu etablieren, welches sich in Abständen trifft und durch fachlichen Austausch und neue Impulse die Qualität der Arbeit einrichtungsübergreifend stärkt. Eltern sollen als aktive Partner mit einbezogen werden.

Projektlaufzeit: 15.03.2010 - 31.12.2010

Ansprechpartner
Demokratie und Integration Brandenburg e.V. RAA
Niederlassung Frankfurt/ Oder
Frau Angela Fleischer- Wetzel
Wieckestraße 1a
15230 Frankfurt/ Oder
Mail: a.fleischer.wetzel@raa-brandenburg.de
Homepage: www.raa-brandenburg.de