Projekte 2007/2008

In den Jahren 2007 und 2008 wurden insgesamt 23 Einzelprojekte gefördert. Hier erhalten Sie einen Einblick in die jeweiligen Projektausrichtungen und finden die entsprechenden AnsprechpartnerInnen.

1. Lichtermarsch zum jüdischen Friedhof
2. Auftaktveranstaltung / Friedensfest
3. Koordinierungsstelle für den LAP Fürstenwalde
4. "Deine Schuld ... Kunstprojekt im no go land"
5. Weltoffene und Tolerante Region Fürstenwalde
6. Treff der Kulturen
7. Vielfalt klingt gut!
8. KIBEG
9. Waldcamp - für Toleranz und friedliches Miteinander
10. Sport für eine lebendige und starke Demokratie
11. Hachschara - historische Recherche, Schülerarbeiten, Ausstellung
12. ProLaiv - gemeinsam stark für Toleranz
13. Fürstenwalde bekennt Farbe! - Tunnelgraffiti
14. Geschichten aus dem Tagebuch der "Anne Frank"
15. Wildnis Er-Leben
16. Move it!
17. Migration und Integration in der Geschichte von Fürstenwalde - Schülerprojekt
18. Aktionsfonds
19. Das Leben ist bunt - Wir auch!
20. Umgang mit Vielfalt im Elementarbereich
21. Stärkung der Beteiligungsstruktur im ländlichen Raum
22. Die Judenbank
23. Vernetzung zwischen Wirtschaft und Aktiven gegen Rechts

LICHTERMARSCH ZUM JÜDISCHEN FRIEDHOF

Ziel und Anliegen des Lichtermarsches am Gedenktag (9. November) zum Reichsprogrom 1933 ist es, die Erinnerung an eine der schrecklichsten Zeiten der deutschen Geschichte wach zu halten, der Opfer zu gedenken und dem alltäglichen Antisemitismus entgegenzutreten.
In einer Rahmenveranstaltung am 14.11.2007 wird Prof. Sturzbecher von der Universität in Potsdam einen Vortrag über Trends und Einflussfaktoren zu Gewalt und Rechtsextremismus unter Jugendlichen in Brandenburg halten.

Vielfalt tut gut, für Toleranz und Demokratie!

Laufzeit: 09.11.2007 - 14.11.2007

Ansprechpartner:
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Herr Rainer Killisch
Geschwister-Scholl-Str. 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 710927
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

AUFTAKTVERANSTALTUNG/ FRIEDENSFEST

Das Friedensfest setzt sich zum Ziel, für ein interkulturelles, buntes Fürstenwalde einzutreten. Es soll Menschen Mut zu machen, sich eindeutig gegen Rechts zu positionieren. Fürstenwalde ist interkulturell: und das nicht nur wegen der Asylbewerber im "Haus Hoffnung", der alleinreisenden Jugendlichen im "ALREJU", der im Zentrum Fürstenwaldes wohnhaften Migranteninnen und Migranten, sondern auch wegen der vielen anderen ethnischen Gruppen in der Stadt. Die kulturelle Vielfalt ist eine Bereicherung für unsere Stadt und soll es auch bleiben. Dazu tragen nicht nur die Vereine und Jugendclubs bei, die in das Friedensfest mit eingebunden werden. Der Lokale Aktionsplan findet seine Auftaktveranstaltung anlässlich des Friedensfestes und schafft damit eine breite Öffentlichkeit für die Programmidee.

Laufzeit: 07.09.2007 - 07.09.2007

Ansprechpartner:
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Herr Rainer Killisch
Geschwister-Scholl-Str. 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 710927
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR DEN LAP FÜRSTENWALDE

Die lokale Koordinierungsstelle ist zentraler Ansprechpartner für den Arbeitsverbund des Lokalen Aktionsplanes. Sie verantwortet den Kommunikationstransfer innerhalb der Verwaltung und schafft Transparenz über den Informationsfluss. Zu den vorrangigen Aufgaben gehören die Steuerung der Implementierung und der Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes, die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des lokalen Aktionsplanes, die Beratung der Projektträger, die Begleitung der Arbeit des lokalen Begleitausschusses, die Abrechnung der Mittel, die Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Programms und des Lokalen Aktionsplanes, die Gewährleistung der Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung des Programms, die datenmäßige Erfassung der Projektdaten und -ergebnisse sowie deren Dokumentation, die die Abschlussdokumentation beinhaltet.

Laufzeit: 01.09.2007 - 31.12.2008

Ansprechpartner:
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May", Berlin
Frau Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail: vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de

"DEINE SCHULD! KUNSTPROJEKT IM NO-GO-LAND..."

Hauptziel des Projekts ist es, teilnehmenden Jugendlichen den Zusammenhang zwischen historischem Faschismus, Antisemitismus und dem aktuellen Rassismus begreiflich und nachfühlbar zu machen. Optimal eignet sich hierfür die Vergegenwärtigung der Geschichte des jüdischen Landwerks Neuendorf im Sande, weil hier das Wirken des Nationalsozialismus lokal im eigen Lebensumfeld untersucht werden kann, also ein konkreter Zugang herstellbar ist. Jenseits von reinem Faktenwissen schafft das Projekt eine Annährung an die Erfahrungen von Ausgrenzung und Verfolgung durch Sich-Hineinversetzen, was eine Grundlage für die Festigung eigenständiger demokratischer Haltung bildet. Künstler beziehen Jugendliche 'auf Augenhöhe' bei der Schaffung gemeinsamer Gestaltungsspielräume ein. Das Projekt bringt in der Vorbereitungsphase Jugendliche und Zeitzeugen zusammen. Es werden historische Tatbestände recherchiert, nämlich die menschenverachtende Rassenpolitik der Nationalsozialisten hier vor Ort. Mit den Jugendlichen werden spielerische Handlungsräume für aktiven Nachvollzug und Reflektion entwickelt. In sechs Workshops wird Material gesammelt und es werden Texte für die spätere Dokumentation erstellt.

Laufzeit 01.09.2007 - 21.12.2007

Ansprechpartner:
LandKunstLeben e.V.
Frau Christine Hoffmann
Steinhöfler Strasse 22
15518 Steinhöfel
Telefon: (033636) 27015

WELTOFFENE UND TOLERANTE REGION FÜRSTENWALDE

Die Kommunalanalyse wird sich inhaltlich mit folgenden Schwerpunkten beschäftigen:
- die Darstellung von Rechtsextremismus und dessen verschiedener Verankerungen in den jeweiligen sozio/ökonomischen und politisch/kulturellen Kontexten
- die Beschreibung von demokratischen Gefährdungen, die insbesondere im Zusammenhang mit den Aktivitäten der NPD anlässlich der Kommunalwahlen 2008 stehen
- Problem- u. Zielgruppenanalyse, inkl. qualitativer Beschreibungen der verschiedenen Lebenswelten, über die verschiedenen Sozialräume hinaus
- die Erfassung der Problemwahrnehmung und Beschreibungskompetenzen der verschiedenen Akteure / die Beschreibung demokratischer und zivilgesellschaftlicher Ressourcen, deren Aktivierungsgrad und Verfügbarkeit bzw. deren Hindernisse unter Beantwortung von Fragen wie Welche Maßnahmen gab bzw. gibt es bereits problembezogen? Wie ist deren Wirksamkeit einzuschätzen?
- die Eruierung von neuen Handlungsfeldern und Akteuren, das Zusammentragen von Vorstellungen und Ideen für zukünftige Demokratie fördernde Handlungsstrategien und deren Weiterentwicklung sowie die Entwicklung von Perspektiven der Stärkung demokratischer Strukturen.
- Erhebliche Informationslücken sind im ländlichen Raum zu verzeichnen. Hier wird explizit ein Schwerpunkt gesetzt werden.
Die Kommunalanalyse unterliegt keinem wissenschaftlichen Selbstzweck, sondern dient als ein Handlungsinstrument für die Entwicklung und Fortschreibung des demokratischen Selbstverständnisses der Kommune. Dieses Verfahren ist methodisch prozessorientiert und unterstützt die Akteure der untersuchten Handlungsfelder bei der Ausgestaltung Demokratie fördernder Verläufe. Im Weiteren dient die Analyse der Herstellung von Öffentlichkeit und der Verstätigung durch die Entwicklung eines kommunalen Selbstverständnisses. Die Analyse soll nicht nur eine weitere Quelle umfangreichen Datenmaterials werden, sondern Situationen und Prozesse eher qualitativ abbilden. Sie soll sowohl Akteure als auch besonders den Begleitausschuss in die Lage versetzen, Projekte zielführend anzuregen, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Zielgruppenbezogenheit zu bewerten und den LAP zu spezifizieren und schrittweise fortzuschreiben.
Laufzeit: 01.11.2007 - 30.04.2008

Ansprechpartner:
demos e.V. - Brandenburgisches Institut für Gemeinswesenberatung
Herr Ray Kokoschko
Benzstraße 11-12
14482 Potsdam
Telefon: (0331) 7406246

TREFF DER KULTUREN

In der Kulturfabrik Fürstenwalde soll ein "Treff der Kulturen" eingerichtet werden, dessen vorrangige Aufgabenstellung die Unterstützung der sozialen Integration von Migrantinnen und Migranten aus der Region ist. Ziel ist es, diesen Treffpunkt als dauerhafte Institution der Begegnung, Kommunikation, Beratung, sozialen Organisation und der sozial-kulturellen Betätigung zwischen Migranten verschiedenster Nationen und Kulturen untereinander und zwischen ihnen und den deutschen Einwohnern aus der Region zu etablieren. Im Rahmen des Projekts werden ca. 18 Einzelveranstaltungen durchgeführt. Die Projektidee ist ein Ergebnis des vom Integrationsbeirat der Stadt Fürstenwalde 2007 organisierten Open Space mit den ausländischen Mitbürgern der Stadt und unmittelbar an den Vorstellungen und Vorschlägen dieser Zielgruppe orientiert.
Formen der Arbeit des Treff der Kulturen sind: (a) regelmäßige monatliche offene (niederschwellige) Treffen von interessierten Migranten zum Austausch von Gedanken, Problemen und Projektideen; (b) Angebot für einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch und Information zu Fragen der sozialen Integration von Migranten; (c) Vorstellung von Lebensweise, Werten, Geschichte und Kultur der Angehörigen der verschiedenen Kulturen. Die monatlichen Treffs (10 Veranstaltungen p.a.) bilden das Zentrum des Projekts, welche durch eine Reihe von begleitenden Veranstaltungen/ Angeboten/ Aktivitäten ergänzt und erweitert werden. Dabei werden Synergieeffekte zu anderen Institutionen der Kulturfabrik genutzt, was wiederum in besondere Weise auf die Beförderung der Kommunikation zwischen den ausländischen und den deutschen Mitbürgern gerichtet ist und die Integration in den Alltag des Kulturlebens der Region befördern kann:
- Kunst international (1x Quartal: Literatur, Film, Darstellende Kunst, Ausstellungen), die in besonderer Weise das Verständnis für verschiedene Kulturen und Religionen befördern
- Märchen von Nah und Fern (2x p.a.: ausländische Mitbürger/innen erzählen/lesen für deutsche und ausländische Kinder Märchen/Geschichten und kommen dazu miteinander ins Gespräch)
- Frauentreff (2x p.a.: deutsche und ausländische Mitbürgerinnen im Gespräch über Werte, Religionen, Familie, Lebensweise und Kultur) Die konkreten Formen werden im Projektverlauf durch die Migranten entwickelt.

Laufzeit: 01.01.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Kulturfabrik gGmbH
Frau Fatimeh Rafai
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 2218
Mail: kulturfabrik-fw@web.de
Homepage:www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

VIELFALT KLINGT GUT!

Jugendliche und junge Erwachsene aus Fürstenwalde und Umgebung lernen mittels Livemusik junge Menschen aus europäischen und außereuropäischen Ländern kennen und üben sich in gegenseitiger Verständigung. Jugendliche bauen über einen für sie greifbaren Teil des Mediums Kultur Ängste, Hemmungen und Vorbehalte in der Kommunikation mit fremden Menschen und Kulturen ab. Hinzu kommt das direkte Erleben der Notwendigkeit die eigenen Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Auch bereits in der Schule erworbene Sprachkenntnisse gewinnen einen direkten Bezug und werden so als nutzbringend empfunden. Die Konzertreihe umfasst mindestens acht Veranstaltungen mit Künstlergruppen aus möglichst vielen verschiedenen Kulturen. Die Mitarbeiter der Einrichtung stellen zunächst in Absprache mit den Jugendlichen Kontakt zu den jeweiligen Künstlergruppen her und sprechen Termine und Konditionen ab. Am Tag der Veranstaltung werden die Künstler hauptsächlich durch jugendliche Besucher aus der Einrichtung betreut. Die Jugendlichen werden in diesem Prozess durch die Mitarbeiter beobachtet und begleitet. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten alle Besucher und Künstler Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch über selbstgewählte Themen. Diese Gesprächsinhalte bzw. -themen werden bewusst nicht inhaltlich durch die Mitarbeiter gesteuert. Vor allem die jugendlichen Besucher der Einrichtung erhalten so Gelegenheit fremd wirkende Kultur anhand eines vertrauten Themas und eines vertrauten Mediums (Livemusik) in vertrauter Umgebung kennen zu lernen. Nach Beendigung der Veranstaltungsreihe erfolgt in den Räumen der Einrichtung eine Photoausstellung und die Erstellung einer CD, auf der alle Künstler mit einem oder mehreren Titeln vertreten sind. Zur weiteren Dokumentation möchten wir eine Fotoausstellung mit den jugendlichen Besuchern gestalten. Die Ausstellung wird in der Einrichtung eröffnet, wird jedoch als Wanderausstellung konzipiert sein. Zusätzlich soll die Ausstellung über die Internetseite der Einrichtung betrachtet und durch deren Besucher kommentiert werden können.

Laufzeit: 01.01.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Club im Park
Herr Sebastian Bernhardt
Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 10
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 5134
Mail: clubimpark@gmx.de
Homepage:www.clubimpark.de

KIBEG

Das Projekt ist eine kommunale Modellentwicklung in Fürstenwalde. Erstmalig wird in Deutschland bezogen auf Ausstiegsprozesse aus der rechtsextremen und Gewalttäterszene eine Kontakt-, Informations-, Beratungsstelle Extremismus und Gewalt (KIBEG) von EXIT-Deutschland eingerichtet und betrieben. Erstmalig werden darin ehemalige Extremisten und Extremistinnen und verurteilte Straftäter in den unmittelbaren lokalen Prozess als Einflussgrößen einbezogen.
Einen Schwerpunkt bilden Familien und familiennahe Institutionen sowie die Begegnung von Generationen. Im Mittelpunkt steht die offensive Auseinandersetzung mit extremistischen Ideologien und Verhaltensweisen, die direkt auf das extremistische Feld zielen. Dabei werden neue Inhalte der geistig-politischen Auseinandersetzung mit extremistischen Geschichts-, Gegenwart- und Zukunftsbilder einbezogen, die bisher weniger Beachtung erfuhren aber inhaltliche Bedeutsamkeit besitzen. Sie greift Vorstellungen und Projekte der NPD und von NS-Gruppen auf, die in der Region agieren. Ziele sind die Förderung von Dissidenz und Ausstieg aus dem Bereich kriminellen Gefährdung, des sozialen Unfriedens und der Rückfallgefahr. Dieser Ansatz reicht über den bisherigen klassischen Hilfeansatz von EXIT-Deutschland hinaus und stellt eine experimentelle Größe dar.
In der Arbeit der KIBEG geht es um die Entwicklung von ausstiegsorientierten kommunalen Strategien und ihre Umsetzungsbedingungen. Die KIBEG stellt eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden kommunalen Initiativen dar und fügt sich in die etablierten Netzwerke ein, entwickelt entsprechende Schnittstellen und gemeinsame Interventionen. Die KIBEG bietet dabei eine neue kommunale Informationsstruktur und neue Diskussionsmöglichkeiten, die auf das Innere der rechtsextremen Ideologie zielen und die inneren Mechanismen rechtsextremer Bestrebungen und Organisation in den Blick nimmt.

Laufzeit: 01.03.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Zentrum für Demokratische Kultur gGmbH
Herr Bernd Wagner
Mühlenstraße 24
15517 Fürstenwalde
Telefon: (030) 9120793

WALDCAMP FÜR TOLERANZ UND FRIEDLICHES MITEINANDER

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Kollektivgeistes unter den Teilnehmern, unabhängig von Herkunft und Sprache. Den Teilnehmern werden naturnahe Erlebnisse, sportliche Betätigung sowie kreatives Ausprobieren ermöglicht. Die Ziele werden erreicht durch Spielwettkämpfe in den verschiedensten Ballsportarten, mittels des Sinnesparcours "Fit for Fun", eines Töpferkurses, Karateübungen, Märchen- und Musikabende sowie einem Geländespiel mit Schatztruhensuche. Durch die Altersspanne der Kinder und Jugendlichen von 6 bis 16 Jahren sowie deren Herkunft aus dem amt Odervorland und der polnischen Partnergemeinde bzw. durch Teilnehmer einer Integrationskindertagesstätte und zwei Kinderheimen müssen Regeln für ein gemeinsames Zusammenleben während der Aktion gefunden werden, die dem Gedanken der Demokratie und Toleranz verpflichtet sind. Es wird angestrebt aus jedem Altersbereich, aus beiden Ländern und Deutschen und Polen Teilnehmer zu finden, die einem gemeinsamen Lagerrat angehören. Das Zusammenleben auf engstem Raum in Zelten im Wald erfordert von allen Beteiligten erhöhte Disziplin und Achtsamkeit, die der Übung bedarf. Durch die Kostenfreiheit für die Teilnehmer (lediglich ein selbstgebackener Kuchen) wird ein gleichberechtigter Zugang von Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten ermöglicht. Ein besonderes Augenmerk auf tolerantes miteinander Umgehen wird durch die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und Polen gesetzt.

Laufzeit: 01.06.208

Ansprechpartner:
SV Blau Weiss -Karate - e.V.
Herr Dr. Detlef Gasche
Bahnhofstraße 9
15236 Jacobsdorf/Mark
Telefon: (033608) 283
Mail: spinnex@gmx.de

SPORT FÜR EINE LEBENDIGE DEMOKRATIE

Zunehmend ist das charakterliche Profil bei Führungskräfte im Sport ihre moralischen Werte und das persönliche Vorbild gefragt. Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind ernst zu nehmende gesellschaftliche Probleme, auch hier vor Ort. Sie machen kein Bogen um den Sport, und gerade deshalb sollte und muss Sport Demokratie fördernd sein. Auf der anderen Seite wird aber auch zunehmend versucht, ihn als Raum für rechtsextreme Aktivitäten zu missbrauchen. Bekanntermaßen steht der Sport für Olympische Werte wie Leistungsmotivation, Fair Play und Weltoffenheit. Aber viel zu oft erleben wir statt dessen hier und da Fremdenfeindlichkeit verbale und tatsächliche Gewalt. Das Thema geht jeden an. Gemeinsam können wir im Sport einen Beitrag für eine starke und lebendige Demokratie leisten.
- Stärkung der freiwillig Tätigen im Sport
- Möglichkeiten bieten, sich mit dem Thema Rechtsextremismus und Gewalt im
Sport auseinander zu setzen und sich mit den Werten des Sports zu identifizieren- Abbau von Vorurteilen / Aufbau von Verständnis für Menschen aus anderen Kulturkreisen
- Entwicklung von Verständigungsbereitschaft
- Aufbau kommunikativer Fähigkeiten / Entwickeln eines Interesses für Besonderheiten "fremder" Menschen
- Entwicklung von Fähigkeiten zur Konfliktlösung
- Hauptziel ist die Vermittlung sozialer Kompetenzen im und durch Sport

Laufzeit: 01.03.2008 - 15.07.2008

Ansprechpartner:
Sportbüro BSG Pneumant
Herr Günther Lehmann
Postfach 1424
15517- Fürstenwalde
Telefon: (03361) 735593
Mail: sportbuero@pneumantsport.de
Homepage: www.pneumantsport.de

HACHSCHARA - SCHÜLERPROJEKT MIT AUSSTELLUNG

Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums des OSZ Palmnicken wollen sich in diesem Projekt mit der jüdischen Kultur und Geschichte der Hachschara am Beispiel Neuendorf im Sande und dem Ziel der einer Ausstellungsgestaltung beschäftigen.Dazu ist eine Exkursion für ca. 5 Schüler/innen nach Hamburg vorgesehen. Dort soll ein Zeitzeugenportrait von Esther Bejerano erstellt werden. Sie war in Neuendorf im Sande auf Hachschara, wurde dann nach Auschwitz deportiert und lebt heute als immer noch aktive Künstlerin in Hamburg. Die Jugendlichen werden auch in der Amtsgemeinde Steinhöfel Zeitzeugen befragen, um Informationen und andere Recherche-Materialien für die Gestaltung einer Ausstellung zur Hachschara in Neuendorf zu erstellen. Ziel des Projektes soll sein, dass sich junge Menschen mit regionalen historischen Themen beschäftigen, dabei ihr Grundwissen, z.B. aus dem Geschichtsunterricht erweitern und anwenden und somit zu Multiplikatoren für andere Jugendliche, aber auch Erwachsene werden. Geschichte soll anschaulich und begreifbar sein. Mit künstlerischen Mitteln sollen die Menschen der Region interessiert, informiert und mit anderen Kulturen vertraut gemacht werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Verein LandKunstLeben e.V. ist dabei geplant.Die Einbeziehung polnischer Schüler/innen lässt die Zusammenarbeit der Jugend beider Länder an historisch relevanten Themen vertiefen und ermöglicht die Aufarbeitung für beide Seiten.Zur jugendgemäßen kulturellen Umrahmung könnte auch Interkunst mit dem multinationalen Ensemble „Instant acts“ unter Einbeziehung anwesender Jugendlicher auftreten.

Laufzeit: 01.04.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Förderverein des OSZ Palmnicken
Frau Gisela Krüger
Trebuser Chausee
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03366) 26303
Mail: sekretariat@osz-palmnicken.biz
Homepage:www.osz-palmnicken.biz

PROLAIV - GEMEINSAM STARK FÜR TOLERANZ

„prolaiv- Gemeinsam stark für Toleranz“... ist eine Kampagne zur aktiven Beteiligung von jungen Menschen. Dabei geht es darum, Identifikationsmöglichkeiten zu bieten, Zivilcourage und Toleranz nachhaltig zu fördern, Handlungsfähigkeit, Zusammenhalt und Selbstvertrauen zu vermitteln, das Gespräch zu suchen und Vernetzungen zu ermöglichen.
Dies soll durch
- öffentliche Stellungnahme und symbolische Zusammengehörigkeit (Aufkleberaktion „Bei uns ist jeder Willkommen!“)
- Auseinandersetzung und Thematisierung (Workshops, Aufkleberaktion)
- Aktivierung und Präsenz (Open-Air, Workshops und Fotoausstellung)
passieren.
Hierbei ist es wichtig der Kampagne einen positiven Charakter und eine nachhaltige Wirkung zu verleihen. Das heißt:
1. Weg vom "Gegen-etwas-sein" (gegen Rechts...), hin zu einer Befürwortung von Vielfalt, denn kulturelle, religiöse und individuelle Vielfalt ist die Grundlage unseres Zusammenlebens.
2. Um sich auf eine vielfältige Gesellschaft einlassen zu können, müssen sich Jugendliche in ihrem Sozialraum wohlfühlen und sich mit diesem identifizieren können. Wer sich als Individuum bedroht sieht, kann Vielfalt nur schwer anerkennen.
3. Durch präventives Wirken soll Vielfalt als eine Grundgegebenheit wertgeschätzt werden. Fürstenwalde will nicht dem Ruf des „rechten Ostdeutschlands“ entsprechen, sondern ein positives Image aufbauen und idealerweise Modell stehen für andere Städte und Regionen.

Laufzeit: 01.03.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V./Xenos-Laiv
Herr Horst Krowinn
Geschwister-Scholl-Straße 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 3681697
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

FÜRSTENWALDE BEKENNT FARBE! - TUNNELGRAFFITI

In der Jugendphase dreht sich alles um die eigene Identitätsbildung, der Selbst- und Fremddefinition, dem Abstecken von Revieren, die Zuordnung zu Jugendkulturen und den Zusammenschluss mit Jugendgruppen. Graffiti bietet zum einen die Chance der non-verbalen Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt und zum anderen die Möglichkeit auf legale Art ein Teil der Stadt zu werden und Spuren zu hinterlassen. Werden solche Produkte an zentralen, wichtigen Orten innerhalb der eigenen Stadt öffentlich, tragen sie zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls und zur Identitätsfindung der Jugendlichen bei und führen dazu, dass sich Jugendliche stärker mit dem Ort identifizieren.
Innerhalb einer Aktiv-Woche sollen mehrere Graffiti- und Hip-Hop-Workshops für die unterschiedlichen Jugendlichen Fürstenwaldes zum Thema: „Fürstenwalde bekennt Farbe“ stattfinden. Im Vorfeld gibt es einen Aufruf an Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen, sich zum Thema künstlerisch zu betätigen und Entwürfe zu gestalten, die von einer Jury prämiert werden sollen. Innerhalb unserer Workshopreihe haben die Jugendlichen die Möglichkeit die Tunnelunterführung künstlerisch so zu gestalten, dass diese eine Veränderung von einem tristen dunklen Tunnel, zu einer Art „Galerie der Vielfalt Fürstenwaldes“, erleben wird. Die Tunnelunterführung dient derzeit unterschiedlichen Jugendgruppen sich verbal und visuell auszudrücken und zu bekämpfen. Am Ende der Aktiv-Woche werden die Ergebnisse auf einem Fest präsentiert.

Laufzeit: 01.04.2008 - 31.07.2008

Ansprechpartner:
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Frau Mirjam Zickerow-Grund
Geschwister-Scholl-Straße 16
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 710928
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

GESCHICHTEN AUS DEM TAGEBUCH DER "ANNE FRANK"

Ist Gewalt ein Machtinstrument? Wie kann man sich dagegen wehren? Welche anderen Wege und Möglichkeiten gibt es, ihr zu begegnen? Diesen und anderen Fragen will das Jugendtheater mit dem aus Geschichten des Tagebuchs und einer anschließenden Diskussion zusammengesetzten Produktion nachgehen. Mit diesem Stück soll präventiv an das erneut zu Tage tretende rechte Gedankengut herangetreten werden. Anne Frank steht hier für das Heranwachsen, für Konflikte zu Hause und mit sich selbst. Ein Theaterstück mit wahrem geschichtlichen Hintergrund schlägt einen weiteren Bogen in unsere Gegenwart und will Bekanntes, nicht so Bekanntes, vielleicht auch Gemeinsamkeiten bei Schülern entdecken lassen.

Laufzeit: 01.06.2008 - 31.12.2008

Ansprechpartner:
Brandenburgischer Kulturbund e.V.
Frau Karin Berner
Leibnizstraße 93
10625 Berlin
Telefon: (030) 394 22 23

WILDNIS ERLEBEN!

Die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen weist heutzutage zu großen Teilen erhebliche Defizite auf. Das äußert sich in einer eingeschränkten Selbstwahrnehmung, in fehlenden oder vereinfachten und idealisierten Wertesystemen und auch in eingeschränkten Möglichkeiten der Konfliktbewältigung. Die Wildnispädagogik ist eine ausgewiesener Maßen geeignete Methode, dem in nachhaltiger Weise zu begegnen. Das mehrstufige Projekt soll einem Netzwerk von Fachleuten und Kooperationspartnern die Methode Wildnispädagogik regional mit vertretbaren Mitteln und unkomplizierten Zugangsbedingungen verfügbar machen. Die Erprobungsphase will offene Fragen auf verschiedenen Ebenen beantworten, um Durchführungsorte, das Zusammenspiel des Betreuerteams sowie die Machbarkeit und deren Grenzen zu prüfen.

Laufzeit: 23.06.2008 - 23.11.2008

Ansprechpartner:
BSG Pneumant e.V.
Herr Matthias Bogdan
Bahnhofstraße 5
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: (03361) 373 861
Mail: mail@suedclub.de
Homepage: www.suedclub.de

MOVE IT!

Die internationale Jugendbegegnung zwischen Jugendlichen aus Deutschland, Nordirland und Italien will einen Austausch und das Kennen lernen untereinander fördern. Die deutsche Gruppe aus Fürstenwalde und dem angrenzenden ländlichen Raum besteht aus Jugendlichen sozial und ökonomisch belasteter Familien mit wenig Erfahrungen im Kontakt zu anderne Kulturen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und das Aushalten von interkulturellen Unsicherheiten sollen als Grundlage für Respekt und Empathie dienen. Deren Einübung in dem geschützten Rahmen ist eine zu erlernende Fähigkeit. Die Bildung von Vertrauen und Überwindung von Kommunikationsblockaden ist ein Konzeptziel, das ergänzt wird um den Themenbereich Kultur und Identität. In Workshops soll interkulturelles Lernen und Partizipation aufgegriffen und bewusst gemacht werden.

Laufzeit: 01.08.2008 - 31.08.2008

Ansprechpartner:
Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Frau Fiamma Scheller
Geschwister-Scholl-Straße 16
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: (03361) 312 706
Mail: jusev@jusev.de
Homepage: www.jusev.de

MIGRATION UND INTEGRATION IN DER GESCHICHTE VON FÜRSTENWALDE

In Kooperation von Museum Fürstenwalde und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums
Fürstenwalde soll ein historisch orientiertes Schulprojekt initiiert und realisiert werden, das historische Fakten, Zeugnisse und Erfahrungen zur Migration und Integration aus der Geschichte der Region erforscht und aufarbeitet. Projektziel ist der Nachweis, dass Migration und Integration in der Geschichte von Fürstenwalde seit Jahrhunderten ein alltäglicher Bestandteil der Entwicklung von Lebensweise und Kultur der Region war. Die historischen Gegebenheiten können für das heutige Verständnis der Schüler im Umgang mit ausländischen Mitbürgern wichtige Erfahrungen und Orientierungshilfen vermitteln und aufzeigen, dass Migration und Integration kein neues - für ostdeutsche Länder in der sozialen Psyche des Alltagsbewusseins- und Handelns unvorbereitetes Phänomen sind - sondern die Integration verschiedener Kulturen und Religionen über Generationen hinweg sich als Motor der sozialen Entwicklung und wirtschaftlichen Entwicklung erweisen hat.

Projektlaufzeit: 01.09.2008 – 31.12.2008

Ansprechpartner:
Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH
Hr. Dr. Oehler
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: 03361- 2288
Mail: kulturfabrik-fw@web.de
Homepage: www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

AKTIONSFONDS

Durch den Aktionsfonds werden kleinere Maßnahmen gefördert, u.a. durch Jugendgruppen oder Bürgerinitiativen ohne Rechtsform. Sie können bis zu 500,- € beantragen. Die auf die Umsetzung des Aktionsfonds formulierten Ziele basieren auf dem Lokalen Aktionsplan. Die Koordinierungsstelle unterstützt die Antragsteller ideell. Ziel ist es Öffentlichkeitswirksame Aktionen zu fördern, flexibel auf akute bzw. aktuelle Situationen reagieren zu können und eine Entbürokratisierung für kleinere Vereine. 2008 wurden bereits einige Projekte über den Aktionsfonds gefördert, so z.B. das Vietnamesische Kinder- und Familienfest, welches am 14. September 2008 vor der Kulturfabrik stattfand und zahlreich von Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde oder auch die, im Vorfeld der Kommunalwahlen stattgefundene „Kommunaljugendwahl“, an welcher mehr als 500 SchülerInnen teilnahmen. Aller Voraussicht nach, wird es auch 2009 wieder den Aktionsfonds geben.Träger des Gesamtprojektes „Aktionsfonds“ ist die Stiftung SPI, die Beratung findet jedoch über die Lokale Koordinierungsstelle „Vielfalt tut gut“ statt.

Projektlaufzeit: 01.07.2008 – 31.12.2008

Ansprechpartner:
Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May"
Katharina Golm
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557163
Mail: vielfalt-tut-gut@fuerstenwalde-spree.de
Homepage: www.stiftung-spi.de

DAS LEBEN IST BUNT - WIR AUCH!

In den vom 17. – 19.11.2008 laufenden Projekttagen, leiten Jugendliche der 1. Oberschule Fürstenwalde in verschiedenen, von ihnen selbst gewählten, Workshops ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an. Dabei dient das Thema des Workshops als eigentliches Kommunikationsmittel, d.h., die Jugendlichen entdecken Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen, mit dem Ziel, dass sie sich als Persönlichkeiten, nicht als Migrant oder Nicht-Migrant,als WortführerIn oder AußenseiterIn erleben und kennen lernen. Während der drei Tage sind zwei Workshop-Tage sowie ein Tag für die Präsentation der Workshops eingeplant. Die einzelnen Workshops werden von Jugendlichen angeleitet und beinhalten einen Einblick in das jeweilige Thema. Es werden Grundkenntnisse sowie elementare Schritte vorgestellt und vermittelt. Jedem/r AnleiterIn wird eine Bezugsperson zur Verfügung gestellt, die gemeinsam mit dem/r AnleiterIn die Verantwortung trägt. Als Unterstützung werden die Jugendeinrichtungen der Stadt sowie JugendkoordinatorInnen des Landkreises gewonnen und aktiv einbezogen. Der Veranstaltungsort der Präsentation ist die Aula der 1. Grundschule und der Club im Park. Somit werden die Ergebnisse der Workshops in die Öffentlichkeit transportiert und die Jugendlichen haben ein Erfolgserlebnis und erfahren Anerkennung und Wertschätzung unbeachtet ihrer schulischen Leistungen.
Das Projekt soll sich in den nächsten Jahren in der Schule verstetigen, d.h. es soll zu einer Tradition werden und einen festen Termin (November) in der Schuljahresplanung einnehmen.

Gesamtprojektlaufzeit: 01.11.2008 – 30.11.2008

Ansprechpartner:
Förderverein der 1. Oberschule Fürstenwalde e.V.
Frau Ivette Linde
August-Bebel-Str. 51
15517 Fürstenwalde
Telefon: 03361-2162
Mail: schulleitung@gesamtschule-fuewa.de
Homepage: www.erste-gesamtschule-fuerstenwalde.de

UMGANG MIT VIELFALT IM ELEMENTARBEREICH

Das Projekt wendet sich an die Kindertagesstätten in der Stadt Fürstenwalde sowie im ländlichen Raum. Ausgehend von der Sozialraumanalyse wurde für den Bereich der Kitas und Horte festgestellt, dass einerseits ein erhöhter Fortbildungsbedarf für ErzieherInnen in den Bereichen Demokratie- und Menschenrechtserziehung, Umgang mit Vielfalt und Interkulturelles Lernen besteht. Andererseits sollen Kitas dabei unterstützt werden, Projektarbeit und frühkindliche Bildung in den jeweiligen Einrichtungen den aktuellen Problemlagen angepasst zu etabilieren und einen hohen Grad an Partizipation im Rahmen der Elternarbeit zu entwickeln. Demokratiefeindliche Einstellungen bei Eltern die durch die Kinder in den Kindertagesstätten verbalisiert werden, wurden in o.g. Analyse beschrieben. Hier fehlen oft angemessene und schnell abrufbare Reaktions- und Handlungsstrategien in der erzieherischen Arbeit. Das Ziel des Projektes ist es, in den Kindertagesstätten Bedarfe festzustellen, aktuelle und regionale Probleme zu definieren und Lösungsstrategien zu entwickeln. Dazu sollen die lokalen Ressourcen, wie andere Einrichtungen, Ehrenamtler/innen und insbesondere Elternhäuser aktiviert werden. Es sollen sinnhafte Vernetzungen mit Partnern im Umfeld der Kita angeregt und nachhaltig entwickelt werden. Des Weiteren soll es die Möglichkeit geben, best practice projects aus anderen Regionen kennenzulernen, diese auszuprobieren oder auch Fragmente daraus für die Kita zu adaptieren. Im Tagesgeschäft der Kitas können für solche Aktivitäten aus dem eigenen personellen Verfügungsrahmen nur wenige Ressourcen aufgebracht werden. Es ist vorgesehen mit sechs interessierten Kitas zusammen zu arbeiten. Im Rahmen des Projektes sollen Beratungen angeboten sowie Fortbildung organisiert und durchgeführt werden. Außerdem sollen Fachliteratur und Materialien angeschafft werden, Erfahrungsaustausche und Hospitationen in anderen Einrichtungen ermöglicht werden.Interesse besteht zum Beispiel daran, sich mit dem Early Exlence Programm und dem Anti BIas Ansatz auseinanderzusetzen. In Bezug auf Elternpartizipation sollen Fortbildungen stattfinden und Beteiligungsformen gefunden werden, die Eltern und ihre Ressourcen in den Kita-Alltag einbeziehen. Beide oben genannten Ansätze sind gerade in diesem Kontext wirksam und viel versprechend. Die Aktivierung der Bildungs- und Projektarbeit in den Kitas durch Vernetzung mit Partnern aus dem Umfeld und Ehrenamtlern nach Bedarf bearbeitet werden.

Projektlaufzeit: 01.08.2008 – 31.12.2008

Ansprechpartner:
Demokratie und Integration Brandenburg e.V. RAA
Niederlassung Frankfurt/ Oder
Frau Angela Fleischer- Wetzel
Wieckestraße 1a
15230 Frankfurt/ Oder
Mail: a.fleischer.wetzel@raa-brandenburg.de
Homepage: www.raa-brandenburg.de

STÄRKUNG DER BETEILIGUNGSSTRUKTUR IM LÄNDLICHEN RAUM

Die Menschen im ländlichen Raum der Gemeinde Steinhöfel überwinden täglich viele Durststrecken. Die Jugend sieht keine Perspektive und wandert ab, Ärzte schließen ihre Praxen, die Dorfbäckerei hat zu wenig Kunden, um zu überleben. Doch es gibt Dörfer, in denen mit Bürgerengagement etwas dagegen unternommen wird. Wie reagieren solche Dörfer auf diesen Strukturwandel? Bleiben die Dörfer lebendig, weil sie bessere Voraussetzungen haben? Wo es gelingt, die gegenwärtige Situation als Chance für mehr persönliche Eigenverantwortung, bürgerschaftliches Engagement als Chance gegen Rechtsextremismus und direkte Demokratie als Gestaltungsmöglichkeit in einer globalisierten Welt zu nutzen, sind erstaunliche und hoffnungsvolle Ergebnisse möglich - und vielerorts in Brandenburg schon Realität. Es kommt im ersten Schritt jedoch auch darauf an, vorhandene Ressourcen und Aktivitäten "vor der Haustür" wahrzunehmen und wertzuschätzen, und sich mit vielleicht bisher allein agierenden Akteuren in anderen Ortsteilen der Großgemeinde zu vernetzen. Im zweiten Schritt macht es Sinn, sich von "good practice" Dörfern in der Region hinsichtlich ihres Engagements und Aktivitäten inspirieren zu lassen (z.B. Wulkow b. Booßen, Sauen b. Beeskow, Wilhelmsaue im Oderbruch, Reichenwalde b. Storkow). Hier setzt das Projekt an und verfolgt die folgenden Ziele:
a) Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in der Großgemeinde und in den
Ortsteilen
b) die Bürger_innen befähigen und unterstützen, dass sie eigen-ständig
handeln und selbstbewusst einzeln und gemeinsam Visionen entwickeln und diese
realisieren
c) durch Ausstausch und Vernetzung selbsttragende Strukturen erarbeiten,
die überdörfliches Denken fördern.

Projektlaufzeit: 01.08.2008 – 31.12.2008

Ansprechpartner:
Superintendent Frank Schürer-Behrmann
Domplatz 4
15517 Fürstenwalde
Telefon: 033 61 - 59 18 10
Mail: superintendentur@ekkfs.de
Homepage: www.ekkfs.de

DIE JUDENBANK

Aus Anlass des Gedenkens des 70. Jahrestags der Reichsprogromnacht setzt sich eine größere Anzahl von SchülerInnen Fürstenwalder Schulen gemeinsam mit dem Thema, anhand eines Theaterstücks, auseinander. Das Stück "Die Judenbank" des schwäbischen Autors Reinhold Massag erzählt die Geschichte des kleinen Fleckens Ottersdorf und den Entwicklungen, die die Bewohner mit dem Nazi-Regime ereilt. Im Zentrum steht der von Lars Wild gespielte Dominikus Schmeinta, der die Gebote achtet, auch die Verbote und dem die Beschilderung seiner Lieblingsbank so zu schaffen macht, dass er sich dafür entscheidet, Jude zu werden.
"Sehr geehrter Herr Führer“, beginnt er einen Brief nach Berlin, in dem er um Konvertierung zum Judentum bittet. Als gutmütiger "Minikus", wie die Freunde Dominikusnennen, redet er frei von der Seele weg über den Klatsch und die Intrigen im Dorf, z.B. vom naiven Minikus, der wegen seines Muskelschwundes nicht zum Hitlergruß fähig ist, zum herrischen Roman und vom Mitläufer und Freund Weibel zum sensiblen Hansi.
Selbst die Klatschweiber verkörpert Wild, ohne sich Albernheiten preiszugeben. Er nimmt Gestus und Sprache der Dorfbewohner an und landet am Ende wieder beim Minikus, der mit sichtlicher Freude neue Details und Geschichten erzählt, ohne den wahren politischen Hintergrund der Ausgrenzung der Juden oder des Greuels des KZs zu begreifen. Der Schaukasten des Hetzblattes "Stürmer" wird mit Kuhdung beschmiert, "jetzt ist er auch von außen braun" - mit wohldosiertem Humor erreicht die Geschichte das Publikum. Gutgläubig begibt sich Minikus ins Verderben: Der Brief führt zu Ermittlungen der Gestapo, die den Ahnungslosen in die Anstalt überweist. Die Nazipolitik der "Euthanasie" macht auch vor ihm nicht Halt, am Ende seiner Geschichte steht die "Verlegung".
Das Stück in Aufführung durch die Potsdamer Theatergruppe Poetenpack ist gerade für junge Menschen ein wichtiger Beitrag zum Thema Nationalsozialismus und Alltagsfaschismus, seine Aufführung aus Anlass des 9. November, an jenem Tag, an dem die Nazis 1938 die "Reichspogromnacht" inszenierten, ist Gelegenheit, einfühlsam auf die Problematik aufmerksam zu machen.
Eine inhaltliche Vorbereitung auf das Stück, lieferte die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ in der Kulturfabrik, gefördert über den Aktionsfonds.

Projektlaufzeit: 01.11.2008 - 30.11.2008

Ansprechpartner:
Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH
Hr. Dr. Oehler
Domplatz 7
15517 Fürstenwalde/Spree
Telefon: 03361- 2288
Mail: kulturfabrik-fw@web.de
Homepage: www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

VERNETZUNG ZWISCHEN WIRTSCHAFT UND AKTIVEN GEGEN RECHTS

Ziel des Projektes ist es, eine Vernetzung zwischen der lokalen Wirtschaft und den Initiativen bzw. den „Aktiven gegen Rechts“ in der Stadt Fürstenwalde zu schaffen und dabei Ideen zu sammeln und konkrete Projektansätze zu identifizieren, welche die lokale Wirtschaft im Raum Fürstenwalde dazu anregen, sich aktiv an der Weiterentwicklung der Demokratie vor Ort und gegen das Aufkeimen des Rechtsextremismus zu beteiligen. Hier ist sowohl eine gezielte Mitwirkung an bereits bestehenden Aktivitäten und deren Ausweitung denkbar als auch die Entwicklung neuer Projektideen wie beispielsweise zur Realisierung des „Arbeitnehmerprofils Demokrat“ durch die schulische und außerschulische Ausbildung.
Erzielt werden soll dies über verschiedene thematische Workshops unter intensiver Nutzung der Kontakte des Vereins. Sensibilisierung und die Entwicklung von Handlungsstrategien soll hierbei im Vordergrund stehen.

Projektlaufzeit: 15.09. 2008 – 31.12.2008

Ansprechpartner:
Schule - Wirtschaft im Landkreis Oder-Spree e.V.
Elisabeth Alter
Eisenbahnstraße 9
15517 Fürstenwalde (Spree)
Telefon: 03361-693339
Mail: info@schule-wirtschaft-los.de
Homepage: www.schule-wirtschaft-los.de