Gesucht: Erfolgreiche Projekte für Demokratie und Toleranz

Zum zehnten Mal in Folge sucht das "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" bundesweit erfolgreiche zivilgesellschaftliche Aktivitäten für eine lebendige und demokratische Gesellschaft. Mit Preisgeldern möchte das Bündnis die Arbeit all jener unterstützen, die oft mit geringen Mitteln viel bewirken und sich bunt und vielfältig für ein gelungenes Miteinander engagieren. Erfolgreiche Projekte sollen Schule machen und andere Interessierte motivieren, selbst tätig zu werden.

Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen: 20.09.2010

Nähere Informationen

 

Bilanz und Eklärung des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, dem auch die Plattform gegen Rechts angehört, zog am 21.04.2010 auf seinem 35.Plenum in Potsdam eine positive Bilanz des Engagements gegen Rechts. Von der Landesregierung fordert das Netzwerk die Aufhebung der Residenzpflicht für Flüchtlinge. Heilgard Asmus, Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche und seit 2008 Vorsitzende des Aktionsbündnisses, unterstrich in ihrem Rückblick das Erstarken des bürgerschaftlichen Engagements in Brandenburg. Als größten Erfolg wertete sie die Wahlniederlage von NPD und DVU im vergangenen Herbst: "Dass wir heute einen Landtag ohne Rechtsextreme haben, ist das Ergebnis der Vielzahl von Veranstaltungen, Diskussionen und Demonstrationen überall im Land". Das Aktionsbündnis will weiterhin die offensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und den Auftritten der extremen Rechten suchen. So verabredeten Bürgerinitiativen und Netzwerke aus dem Osten und Süden Brandenburgs, die Proteste gegen bevorstehende rechtsextreme Demonstrationen überregional zu koordinieren. Verstärkt wollen die Initiativen und Verbände künftig nach Strategien suchen, wie die Zusammenarbeit mit Asylsuchenden verbessert und wie Diskriminierungen von Migrantinnen und Migranten thematisiert werden können. Von der Landesregierung forderte das Aktionsbündnis in der Abschlusserklärung des Plenums konsequente Verbesserungen der Bewegungsfreiheit für Flüchtlinge: "Wir unterstützen das Vorhaben der Landesregierung, die Residenzpflicht innerhalb Brandenburgs aufzuheben. Wir fordern dazu auf, schnell die rechtlichen Grundlagen für die Entkriminalisierung von Berlin-Besuchen und den Transit durch die Bundeshauptstadt zu schaffen. Wir wollen Bewegungsfreiheit für alle, auch geduldete Flüchtlinge. Dazu fordern wir die Landesregierung auf, eine Bundesratsinitiative einzubringen. Bis zum Inkrafttreten der landesweiten Änderungen fordern wir eine Aussetzung der Strafverfolgung für Residenzpflichtverstöße."

Quelle: Aktionsbündnis


Unüberlegt oder Absicht?

Seit längerer Zeit gehen die Tendenzen in der Politik und in der Bevölkerung dahin, den Linksextremismus als genau so gefährlich einzustufen wie den Rechtsextremismus.
Das da gravierende Unterschiede bestehen sollten wir eigentlich wissen. Wie man die vorgenannte Meinung noch bestärken kann durch irreführende Publikation fand ich am 20.04.10 im "respectabel"-Presseüberblick. Unter dem Logo der Berliner Zeitung erschien folgende Textankündigung:

Die linke Szene ist aggressiver geworden
Mord und Totschlag: Im vorigen Jahr wurden 51 getötete Personen gezählt. 2008 waren es noch 49. Zieht man alle Altfälle ab, gab es im Tatzeitraum 2009 aber lediglich 42 Morde und Totschläge, im Vorjahr 50.    

Da gab's bei mir einen Ruck und die Frage: ca. 100 Tote in zwei Jahren durch die linke Szene verursacht, habe ich etwas nicht mitbekommen oder wie soll ich das jetzt verstehen??? 

Wennn man dann auf den Artikel zugreifen will kommt "Error, document not found" ("Fehler-Dokument nicht gefunden") - also keine Aufllärung worum es in dem Artikel geht.
Ich fand den Artikel auch bei BZ-online über die Suchfunktion nicht. 
Auf Nachfrage bei der BZ sollte ich bei Google eingeben: "Jeder vierte Betrug findet im Internet statt". Habe ich gemacht und fand einen langen Text mit statistischen Angaben zur Kriminalität. Darin kommt die linke Szene ziemlich am Ende vor,  unter der Zwischenüberschrift "Die Linke Szene ist aggressiver geworden".
Dann wird untergliedert in:
Mord und Totschlag,
Politisch motivierte Kriminalität,(PmK)
Internetkriminalität,
Kartenbetrug...
Unter  PmK kommt der Satz: Aus der linken Szene kamen 1 292 Straftaten - eine immense Steigerung um 87 Prozent. Grund: Die linke Szene ist wesentlich aktionsbereiter und auch aggressiver etwa gegen Polizisten und gegen Rechtsextreme geworden. Von 320 Brandstiftungen an Autos waren 145 vermutlich politisch motiviert...
  
Ich verurteile Gewalt jeder Art, Brandstiftung und Randale. Aber 145 angezündete Autos sind doch etwas anderes, als man unter der Überschrift bei "respectabel" vermutet, oder? Für mich grenzt das an Meinungsmanipulation. Sicher gibt es auch andere Meinungen dazu.

   zum Artikel in der BZ

 


Rechtsextremismus in unserer Region - eine Infoveranstaltung mit dem Verfassungsschutz Brandenburg

Informationsveranstaltung im Parkclub am 15.04.2010

Eine Zusammenarbeit von Parkclub, mobiler Jugendarbeit und Plattform gegen Rechts

Der Verfassungsschutz kommt...und kann allerhand berichten. Es wird ein Eingangsreferat zu Aktivitäten und Struktur der rechten Szene unserer Region geben. Im Anschluss ist genügend Platz und Zeit um Fragen zu stellen. Interessant sind hier nicht nur rechtsextremistische Vorfälle, sondern auch die neuen Zahlen aus den Bereichen Linksextremismus und Islamterror. Wir sind gespannt wie die Zahlen zustande gekommen sind und wie bedroht wir denn nun wirklich sind und vor Allem von wem. Zudem gibt es neueste Infos aus dem noch nicht erschienenen Verfassungsschutzbericht, eine Veranstaltung wie sie aktueller nicht sein kann.

Zu dieser Veranstaltung sind alle demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt frei

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zu Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Aufruf zur Antirassismus-Demo am 25.03.2010 in Frankfurt (Oder)

Die Koordinierungsstelle der Plattform gegen Rechts erhielt vom Netzwerk für Toleranz und Integration (NTI) in MOL die Information, dass am 25.März auf dem Rathausplatz in Frankfurt (Oder) um 14.30 Uhr eine Antirassismus-Demo beginnt.

Grund dafür sind nicht eingehaltene Versprechen der Stadt Frankfurt (Oder) zur Verbesserung der Wohnverhältnisse, insbesodere der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge.

Ein weiterer Anlass für die Demo ist das Schicksal von Joseph, einem Flüchtling, der aus Angst vor der drohenden Abschiebung in der Ausländerbehörde aus dem Fenster sprang und seitdem im Rollstuhl sitzt. Ihm wurde von der Stadt versprochen, dass man sich um eine behindertengerechte Wohnung sowie um eine Arbeitsstelle für ihn bemühen wird.

All diese Dinge sind bis heute nicht geschehen.

In dem Aufruf des NTI heißt es: Gerade Flüchtlinge, Asylbewerberinnen, Migrantinnen und Migranten brauchen unsere Unterstützung in ihrem Kampf um Menschenrechte!

Ich denke, dass wir dem Aufruf folgen und jeder, der es zeitlich ermöglichen kann, die Demonstration durch seine Teilnahme unterstützen sollte.